Tosende Stille im Outback

Garry Disher: Bitter Wash Road

Wenn die Buchhändlerin in einer der Buchhandlungen meines Vertrauens mir den Kriminalroman »Bitter Wash Road« von Garry Disher nicht empfohlen hätte, dann wäre mir ein stilistisch und dramaturgisch perfekt komponiertes Buch entgangen. So aber durfte ich mich mehrere Lese-Abende im australischen Outback herumtreiben, die flirrende Hitze spüren und den Staub auf der Zunge schmecken. Und dabei sein, wenn Constable Paul Hirschhausen in einem Fall ermittelt, bei dem er hineinsticht in ein Nest aus Korruption, Rassismus und mühsam unterdrückter Gewalt. „Tosende Stille im Outback“ weiterlesen

In Bewegung bleiben

Nic Pizzolatto: Galveston

»Du wirst geboren und vierzig Jahre später humpelst du aufgeschreckt von deinen Wehwehchen aus einer Bar. Niemand kennt dich. Du fährst über nachtschwarze Highways und erfindest ein Ziel, denn es kommt darauf an, in Bewegung zu bleiben. Deshalb steuerst du auf das Letzte zu, was du zu verlieren hast, ohne eine Ahnung, was du damit anfangen sollst.« Klingt ziemlich düster. Ist es auch. So wie es eben sein muss, denn Nic Pizzolatto hat mit »Galveston« einen ganz und gar großartigen Noir-Krimi geschrieben. „In Bewegung bleiben“ weiterlesen

Maigret und die Schnapszahl

Georges Simenon: Die Maigret-Romane

Georges Simenon hat am 13. Februar Geburtstag. Ich auch. Er wäre dieses 111 Jahre alt geworden. Ich nicht, aber bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich  noch nie einen seiner Maigret-Romane gelesen. 111 Jahre, eine Schnapszahl und ein schöner Anlass, sich von seinen Geburtstagsgästen einzelne Bände aus der Maigret-Gesamtausgabe schenken zu lassen. Da sind einige zusammengekommen. „Maigret und die Schnapszahl“ weiterlesen