Die Bücher meines Lebens

Es gibt manchmal Tage, an denen man zurückschaut auf die Jahre und Jahrzehnte, die hinter einem liegen und sich verwundert die Augen reibt, wie schnell die Zeit vergangen ist. Der fünfzigste Geburtstag ist bei mir ein solcher Tag und ich bin froh, ihn zwar mit der ein oder anderen Narbe, aber ohne größere Blessuren erreicht zu haben. Denn das ist ganz und gar nicht selbstverständlich.

Ein Rückblick also. Und natürlich ein Rückblick, der sich mit Büchern beschäftigt. Der Beitragstitel kündigt es an, es geht um die diejenigen, die in den letzten fünf Jahrzehnten die tiefsten Spuren hinterlassen haben, es geht um die Bücher meines Lebens. Auf fünfzehn Werke bin ich gekommen und sie möchte ich hier nun vorstellen. In chronologischer Reihenfolge.

1975: Otfried Preußler, Der Räuber Hotzenplotz

Als ich Kind war, hat meine Oma mir oft vorgelesen. So ist es eine meiner frühesten Erinnerungen, wie sie beim Vorlesen von Otfried Preußlers „Der Räuber Hotzenplotz“ die Stimme verstellt hat, mal hoch, mal tief, mal brummend, mal kreischend – jede Person in der Handlung klang anders. Auch kann ich mich daran erinnern, wie sehr mich das fasziniert hat, diese Geschichte, die da aus den gedruckten Seiten herauskam. Das war die erste Erfahrung mit der Kraft der Literatur; für mich war es Magie. Und der Beginn einer Liebe für das ganze Leben.

1978: Walter Jens‘ Nacherzählung der Illias und Odyssee 

Ein paar Jahre später hatte ich während der Grundschulzeit die Stadtbücherei in unserer kleinen Stadt für mich entdeckt. Sie ist – heute noch – in einem schlossartigen Gebäude am Marktplatz untergebracht und war damals ein unsaniertes Schmuckstück. Eine schwere Eichentüre, die ich kaum alleine aufdrücken konnte, eine unglaublich knarzende, uralte Treppe; der Geruch von jahrhundertealtem Holz und bedrucktem Papier ist unvergessen. Eines der Bücher, die ich unendlich oft ausgeliehen hatte, war die Nacherzählung der Illias und der Odyssee von Walter Jens mit den großartigen Illustrationen von Alice und Martin Provensen. Mich hat die Geschichte damals so begeistert, dass ich sie unbedingt selbst besitzen wollte. Also schrieb ich das Buch von Hand ab, Seite für Seite. Die Bilder pauste ich auf transparentes Butterbrotpapier und fügte diese Blätter an die passenden Stellen ein. Ich habe keine Ahnung mehr, wie weit ich bei diesem Projekt gekommen bin, aber ich sehe mich immer noch an dem Schreibtisch meiner Eltern sitzen, auf dem Stuhl, bei dem meine Füße nicht den Boden berührten. Irgendwann wurde mir klar, dass man Bücher auch kaufen kann, und das war ein weiteres einschneidendes Erlebnis.

1984: Lew Tolstoi, Krieg und Frieden

In Zeiten, in denen das Fernsehprogramm aus drei Sendern bestand (wir am Bodensee hatten immerhin noch zusätzlich einen Sender aus der Schweiz und zwei aus Österreich), waren Feiertage wie Weihnachten oder Ostern auch fernsehtechnisch immer ein Highlight. Da liefen dann die damaligen Blockbuster und die Familien versammelten sich andächtig vor dem Fernsehgerät. Als ich fünfzehn war, sah ich „Krieg und Frieden“ mit Henry Fonda als Pierre Besuchow und Audrey Hepburn als Natascha Rostowa. Es war mein erster Kontakt mit einem Stoff der russischen Literatur und ich war sofort hingerissen von der schönen Natascha. Das war der Grund, warum ich in der bereits erwähnten Stadtbibliothek umgehend das Klassikerregal aufsuchte und mir die zweibändige Ausgabe von Tolstois großem Werk auslieh. Es war eine Quälerei, ein halbes Jahr lang habe ich für die 1.200 Seiten gebraucht, mit vielen Unterbrechungen und ständigen Leihfristverlängerungen. Aber das Werk hat mich seitdem nicht wieder losgelassen, zehn Jahre später las ich es erneut und mit Ende dreißig ein weiteres Mal. Jedes Mal hat es mich mehr begeistert, die lang angelegten Handlungsstränge standen klarer vor Augen, die Personen waren vertraute Freunde – und Natascha Rostowa sieht bis heute aus wie Audrey Hepburn. Im nächsten Lebensjahrzehnt werde ich es ein weiteres Mal lesen und freue mich jetzt schon darauf.

1990: T.C. Boyle, Wassermusik 

Mit T.C. Boyles „Wassermusik“ endete eine mehrjährige Lesepause, in der ich fast völlig das Interesse an Büchern verloren hatte. Ab dem sechzehnten, siebzehnten Lebensjahr war alles andere wichtiger, das Abhängen mit Freunden und gemeinsames Zeitvertrödeln stand im Mittelpunkt meines Lebens. Dann verschlug mich der Zivildienst nach Freiburg und dort begann eine leise Unzufriedenheit an mir zu nagen. Es war ein Gefühl der Leere, das mich irgendwann in eine Buchhandlung führte und ich weiß noch ganz genau, wie mir der vertraute Geruch von Papier und Druckerschwärze in die Nase stieg: Es war wie Heimkommen. Das Buch, das ich mir damals kaufte, war „Wassermusik“, und die genial-irrwitzig geschriebene Geschichte hat mich zurück ins Leserleben geholt.

1990: Philippe Djian, Betty Blue

Nicht lange nach dem gerade geschilderten Wiedereintritt in mein Leserleben hatte ich Nachtdienst in dem Altenpflegeheim, in dem ich meinen Zivildienst ableistete. Es war eine der ruhigeren Nächte und so war genug Zeit, um mich mit meiner Kollegin angeregt über Bücher zu unterhalten. Sie empfahl mir mit leuchtenden Augen „Betty Blue“ von Philippe Djian, ich kaufte es direkt am nächsten Tag. Ja, und das war es dann. Dieser Autor hat ein ganzes Jahrzehnt meines Lebens mitgeprägt und ich habe keine Ahnung, wie oft ich „Betty Blue“ und die anderen seiner Werke gelesen habe. Er öffnete mir mit seiner tragischen Geschichte von Betty und Zorg eine Welt jenseits der bürgerlichen Konventionen; das alles mit einer erzählerischen Wucht, die mich immer wieder umgehauen hat. Und das in einer Lebensphase, die geprägt war vom Aufbruch ins Erwachsenenleben, vom Gefühl, seinen eigenen Weg finden zu müssen. Es war eine äußerst intensive Zeit und Philippe Djian hat mir dazu den literarischen Soundtrack geliefert.

1993: Simone de Beauvoir, Alle Menschen sind sterblich 

Anfang 1993 war ich drei Monate lang in Neuseeland und Australien unterwegs. Weit weg von allem – und in den Zeiten vor dem Internet bedeutete dies tatsächlich weg zu sein von allem. Der einzige Kontakt nach Hause bestand aus Briefen, die mir postlagernd an die Hauptpostämter der größeren Städte zugesandt wurden. So erhielt ich auch Simone de Beauvoirs Roman „Alle Menschen sind sterblich“, den ein Freund von mir gelesen und direkt danach in einen Umschlag gepackt hatte, da er der Meinung war, ich sollte dieses Buch ebenfalls und dringend lesen. Und es passte perfekt. Ein Buch über die Unsterblichkeit, über den Sinn des Lebens, der sich dadurch ergibt, dass wir eben sterblich sind und all unsere Handlungen daran gemessen werden – dieses Buch begleitete mich auf endlosen Straßen durch das australische Outback. Es war ein Tripp zu mir selbst und einen besseren Begleiter als diesen großartigen Roman hätte ich mir nicht wünschen können. Seitdem habe ich es wieder und wieder gelesen und die Geschichte darin hat nichts von ihrer Faszination verloren. Und sie bringt mich jedesmal zurück in dieses Vierteljahr absoluter Freiheit.

1995: Erik Fosnes Hansen, Der Choral am Ende der Reise

„Der Choral am Ende der Reise“ von Erik Fosnes Hansen habe ich 1995 gegen Ende meiner Buchhändlerlehre in die Hände bekommen. Es geht darin um die Lebensläufe von sieben sehr unterschiedlichen Männern, die eines gemeinsam haben: Sie sind Musiker. Ihre verschlungenen Wege führen sie unaufhaltsam zu einem Punkt, an dem sie zusammentreffen; sie alle werden engagiert, um als Orchester an Bord des modernsten und prächtigsten Schiffes seiner Zeit zu musizieren. Und als das Schiff am 10. April 1912 zu seiner Jungfernfahrt ausläuft, fahren sie auf der Titanic ihrem Schicksal entgegen. Es ist dieses Thema der Unausweichlichkeit, das mich so berührt hat. Eine Unausweichlichkeit, der niemand entgehen kann, egal wie das Leben verläuft. In einer Zeit, in der ich gewohnt war, in den Tag hinein zu leben und mir wenig Gedanken über die eigene Zukunft zu machen, hat mich dieses Buch bis ins Mark getroffen. Mir wurde bewusst, wie endlich all unser Handeln ist und wie sicher dieses Ende sein wird, auf das jeder Weg, den wir einschlagen, hinausläuft. Inzwischen sind viele Jahre vergangen, aber während ich dies hier aufschreibe, sind alle Bilder wieder da, die dieses Buch in mir hinterlassen hat.

1995: Antonio Tabucchi, Erklärt Pereira 

Es gab 1995 eine weitere Entdeckung, die meine Leseerfahrungen maßgeblich bereichert hat. In diesem Jahr erschien „Erklärt Pereira“ von Antonio Tabucchi und ich kenne kein besseres Buch zum Thema Zivilcourage. Keines, das mir eindrucksvoller klar gemacht hat, dass sich niemand heraushalten kann und jeder sich eines Tages entscheiden muss, wo er steht. Ein zeitloser, aufrüttelnder Roman, der heute noch wichtiger ist, als ich mir es damals hätte vorstellen können.

1998: Imre Kertész, Roman eines Schicksallosen

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es 1997 war oder 1998. Irgendwann im Herbst oder Winter zwischen diesen Jahren jedenfalls. An den Abend selbst aber kann ich mich so erinnern, als wären seitdem nicht über zwanzig Jahre vergangen: Imre Kertész las im Saal des alten Leipziger Rathauses aus seinem „Roman eines Schicksallosen“. Darin beschreibt er das Grauen in einem Konzentrationslager aus dem Blickwinkel eines Kindes. Diese Perspektivwahl – zusammen mit einer einfach-kindlichen Sprache und einer gewollt naiven Betrachtungsweise – sorgt dafür, dass das eigentlich Unerzählbare eine Stimme erhält. Und wenn vor einem ein Mensch sitzt, der dies alles tatsächlich erdulden musste, der mehr als ein Jahrzehnt gebraucht hat, bis er das Buch beenden, bis er seine Erinnerungen darin verarbeiten konnte – dann wird man als Zuhörer sehr, sehr still. Diesen Abend und dieses Buch werde ich niemals vergessen.

2001: Sven Regener, Herr Lehmann 

Im Frühjahr 2001 ging mein Studium der Verlagswirtschaft, das mich ein paar Jahre zuvor nach Leipzig geführt hatte, langsam in die Zielgerade. Ich schrieb an der Diplomarbeit und hatte eigentlich für nichts anderes Zeit, als mir eine Freundin, die gerade als Volontärin beim Eichborn Verlag arbeitete, „Herr Lehmann“ von Sven Regener zuschickte. Ich wollte nur kurz hineinlesen, vergaß dann alles um mich herum, ließ Diplomarbeit Diplomarbeit sein und klappte das Buch zu, als es längst dunkel geworden war. Seitdem habe ich es jedes Jahr einmal gelesen, bis heute. Was mich daran so begeistert, steht in den letzten beiden Sätzen: „Ich gehe erst einmal los, dachte er. Der Rest wird sich schon irgendwie ergeben.“ Diese Lebensphilosophie strahlt der ganze Roman aus und darin finde ich mich so vollkommen wieder, als wäre das Buch nur für mich geschrieben. Denn wenn ich zurückblicke, weiß ich nicht, wie oft ich aus dem Bauch heraus wichtige Entscheidungen getroffen habe oder wie oft ich vollkommen planlos irgendwo hineingestolpert bin. Und jedesmal hat sich der Rest schon irgendwie ergeben. Auch wenn es nicht immer der einfachste Weg war.

2004: J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe 

Natürlich habe ich mit fünfunddreißig „Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien nicht zum ersten Mal gelesen. Es war das dritte Mal, aber dabei ist mir klar geworden, was dieses Werk zu etwas ganz Besonderem und zu großer Literatur macht. Es ist die Möglichkeit, bei jedem erneuten Lesen sich dieses Buch auf eine andere Weise zu erschließen, so, als würde man gemeinsam älter werden. Mit Anfang zwanzig las ich „Der Herr der Ringe“ zuerst als Abenteuerroman, wichtig sind Action und Kampf. Später begeisterte mich das Unterwegssein der Helden als Sinnbild für Freiheit und Unabhängigkeit, dem Verzicht auf jegliche Konventionen. Und beim letzten Lesen sind mir zum ersten Mal die großartigen Landschaftsschilderungen bewusst geworden, die eine Sehnsucht wecken, sich selbst auf die Suche nach unberührter Natur zu machen. Ein Buch als ständiger Begleiter.

2010: Cormac McCarthy, Die Straße 

Als ich begonnen habe, Cormac McCarthys Roman „Die Straße“ zu lesen, wusste ich nicht was auf mich zukommen würde. Es ist ein schmales Buch, aber die 253 Seiten haben es in sich. Nie zuvor und nie wieder danach hat mich Literatur so aufgewühlt. Ein Vater und sein Sohn sind gemeinsam unterwegs, sie schleppen sich durch die verwüstete Welt nach einer Apokalypse, deren genauer Grund ungenannt bleibt. Der auch keine Rolle spielt, denn es geht nur noch um das Überleben und um die bedingungslose Liebe eines Vaters zu seinem Sohn; eines Vaters, der alles – wirklich alles – tun wird, damit wenigstens sein Sohn den Hauch einer Zukunft hat. Drei Jahre nach der Lektüre hatte ich es immer noch in allen Einzelheiten im Kopf und es war es eines der ersten Bücher, die ich hier auf Kaffeehaussitzer vorgestellt habe: „Der Text ist wie ein permanenter Faustschlag und ich musste immer wieder aufhören zu lesen, um mich davon zu erholen und die Handlung sacken zu lassen.“ Für mich ist es eines der ganz großen Werke der Weltliteratur und eines Tages werde ich es noch einmal lesen. Aber noch bin ich nicht so weit.

2015: Olivier Adam, An den Rändern der Welt

Manchmal sucht man jahrelang nach Worten, um ein Gefühl ausdrücken zu können und findet nicht die richtigen. Dann stehen sie plötzlich vor einem, ein anderer hat es geschafft, genau die Gedanken aufzuschreiben, die man vergeblich zu greifen versuchte. So geschah es mir, als ich „An den Rändern der Welt“ von Olivier Adam las. Ein zentrales Thema darin ist die Frage, wie die Kleinstadt, in der man aufgewachsen ist und wie das familiäre Umfeld das eigene Leben prägen – ob man es will oder nicht. Dieses Gefühl, bei einem Besuch in seiner Heimatstadt mit einem Schlag wieder derjenige sein zu müssen, der einst von dort aufgebrochen ist, so, als wären die Jahre der Abwesenheit und der Veränderungen nie dagewesen. Und trotzdem ein Fremder zu sein; ein Fremder, der dort keine Anknüpfungspunkte mehr findet und doch mit einem Schlag wieder voller Erinnerungen ist. Jugenderinnerungen, Gedankensplitter, vieles, was man glaubt vergessen zu haben und auch gerne vergessen würde. Ein Gefühl, als wäre man ein Besucher seiner eigenen Vergangenheit und könnte sie nicht in Einklang bringen mit dem Menschen, der man geworden ist. Darüber habe ich schon seit Langem viel nachgedacht, und dieser Roman fühlt sich an wie ein Gespräch mit einer vertrauten Seele.

2016: Benedict Wells, Spinner 

Bei „Spinner“ von Benedict Wells hatte ich beim Lesen das irritierende Gefühl, mich selbst in einem Spiegel zu sehen – es war ein regelrechter Flashback und eine Reise zurück in die eigene Vergangenheit; zurück in eine Zeit, in der sich das Leben endlos vor einem auszubreiten schien. Wells beschreibt darin ein Jahr des Jesper Lier, gerade zwanzig und mit dem Zivildienst fertig. Und vollkommen planlos, einer, der durch sein Leben stolpert mit dem vagen Traum, ein berühmter Schriftsteller zu werden – ohne Perspektive, ohne Geld, mit dem Rücken zur Wand. Es ist diese Überforderung, dieses Gefühl, dem Leben nicht gewachsen zu sein, was ich darin wiedererkannte. Denn genau so ging es mir damals nach dem Zivildienst auch; es ist beinahe unheimlich, wie viele Gedanken aus jener Zeit ich in „Spinner“ wiedergefunden habe. Ich jobte damals vor mich hin und wusste absolut nicht, was werden würde, was ich aus meiner Zukunft machen sollte. Es war eine unglaublich anstrengende Zeit, aber auch eine prägende und ich möchte im Nachhinein keinen Tag davon missen. In diesem Buch hat Benedict Wells grandios beschrieben, warum: „Und ich weiß noch genau, dass es mir in diesem Moment so vorkam, als hätte ich in dieser Woche Abschied genommen, nur wusste ich damals noch nicht, wovon. Heute ist es mir klar: von den überschwänglichen, großen Gefühlen, dem im einen Moment Verzweifelt- und im nächsten schon wieder Zuversichtlichsein und von dem Wissen, dass alles noch so unendlich weit vor einem liegt. Es ist der Fluch der Jugend, dass man glaubt, ständig zu leiden. Doch wenn diese Zeit vorbei ist, stellt man verwundert fest, dass man sie geliebt hat. Und dass sie nie mehr zurückkommt.“ Ein Buch, das mich wehmütig zurückblicken lässt – und doch auch froh darüber, diese Monate und Jahre heil überstanden zu haben.

2017: Paul Auster, 4321

Kann man aktuelles Buch, das ich erst vor zwei Jahren gelesen habe, in eine Bücher-meines-Lebens-Liste mit aufnehmen? Zeigt nicht erst der Abstand der Jahre, was prägend war und was nicht? Bei Paul Austers „4321“ stellt sich diese Frage nicht. Und zwar nicht nur, weil es eines der großen literarischen Meisterwerke der letzten Jahre ist, sondern weil es mich viel über die Endlichkeit des Lebens gelehrt hat. Auster erzählt die Geschichte Archie Fergusons von seiner Geburt im Jahr 1947 bis zum Neujahrsmorgen 1970. Und zwar gleich vier Mal. Vier Versionen gibt es von Archies Leben, jedes Kapitel existiert in vier Ausführungen. Zu Beginn unterscheiden sie sich nur durch Nuancen; winzige Stellschrauben, an denen der Autor dreht, die dann aber dafür sorgen, dass die Lebensläufe immer weiter auseinanderklaffen, sich immer stärker voneinander unterscheiden. Und manche dieser Versionen enden abrupt, ein Unfall, ein sinnloser Zufall kann ein Leben jederzeit beenden. Oder es verlängern. Dass ich hier sitze und dies schreiben kann, verdanke ich einem Zufall, verdanke ich etwa zehn Sekunden, die vor vielen Jahren alles hätten ändern können – unwiderruflich. Jeder Tag unseres Lebens ist ein Geschenk, doch das vergessen wir oft in unserem Alltagstrott. Und Paul Austers Roman hat mir dies wieder in Erinnerung gerufen.

Das sind sie also, die fünfzehn Bücher meines Lebens. Natürlich gibt es noch viel, viel mehr Titel, die mich begeistert, berührt oder inspiriert haben; viele davon werden hier auf Kaffeehaussitzer vorgestellt. Doch diese fünfzehn haben meine Leserbiographie wohl am stärksten geprägt; sei es, weil mir ihr Inhalt neue Horizonte eröffnet hat, sei es, weil sie auf das Engste mit wichtigen Momenten der letzten fünf Jahrzehnte verknüpft sind.

Eigentlich ist dieser Beitrag mit über 2.800 Wörtern viel zu lang geworden, aber das ist dann eben so. Ich widme ihn all den Büchern, die mich bis hierhin begleitet haben und die mein Leben bereichern. Und bin gespannt, welche noch dazu kommen werden.

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51 Kommentare

  1. Lieber Uwe,
    ich wünsche dir alles Liebe nachträglich zum Geburtstag. Dankeschön für diesen wunderbaren Post. Ich habe ihn sehr gerne gelesen und man merkt wiedereinmal wieviel Herzblut in deinen Beiträgen steckt. Einfach toll.
    Von deinen vorgestellten Büchern möchte ich noch einige lesen, zum Beispiel habe ich, zu meiner Schande, noch nie zu den „Herr der Ringe“ Bänden gegriffen. Aber auch einige andere Titel habe ich auch meiner Must Read – Liste stehen und bin nun noch neugieriger auf sie geworden.
    Liebste Grüße, Petra

  2. Schöne Idee! Ich müsste wohl lange überlegen, um die Bücher meines Lebens festzulegen und die Erinnerung befragen. Manche der von dir bevorzugten Bücher, so unterschiedlich sie auch sind, sind aber auch bei mir hängengeblieben, unter anderen vor allem „Choral am Ende der Reise“, „Erklärt Pereira“ und „Spinner“ (letzteres Buch habe ich zufällig in einem Sizilienurlaub entdeckt und hätte es mir wohl selbst nicht gekauft)..

    • Ich musste auch lange überlegen, wobei bei einigen Titeln war es ganz klar, dass sie auf diese Liste gehören.

  3. Lieber Uwe,
    diese Anrede an einen Unbekannten ist für mich eigentlich nicht üblich, aber irgendwie gibt es hier keine Alternative:
    Mit den Augen hängengeblieben an dem Namen deines Blogs, empfand ich beim Lesen deines Beitrags wieder einmal das Wunder, wie Menschen sogar jenseits der „hohen“ Literatur mit der Kunst der Worte andere Menschen im Inneren erreichen können. Ich staune immer wieder. Und freue mich über diesen wunderbaren Einstieg in den Tag.
    Dir wünsche ich noch eine sehr lange Bücher-Lebensliste!
    Ich bin etliche Jahre älter als du und bin dabei, die Lesefreude meiner Kindheit wieder zu entdecken. Dein Blog wird sie entschieden fördern. Danke dafür.

  4. Großartiger Beitrag. Manchmal gibt es einfach so Vorschläge bei mir beim Öffnen meines PCs, dies war eines davon. Diesmal hat es sich gelohnt. Ich werde meine eigene Ragale durchforsten und etwas ähnliches machen. Vielen Dank dafür und zwei der Bücher habe ich auch gelesen.

  5. Einen ganz herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für den schönen Beitrag! Zurückblicken und feststellen, was hängen geblieben ist – ich mag so ein Nachsinnen unheimlich gern. Und es war mir eine Freunde, Deinen Lesegang mitzuverfolgen.
    An „Die Straße“ habe ich mich lange nicht rangetraut, da mich der Film nach nur wenigen Minuten so erschüttert hat, dass ich ihn ausmachen musste und das Buch nicht mehr anrühren wollte. Letzten Sommer erst habe ich mich getraut und war froh, das Buch um ein Vielfaches feinsinniger zu erleben. Ja, es ist hart und bitter. Aber auch kraftvoll und auf seine Weise unglaublich schön.
    Ein gesundes und lesereiches neues Lebensjahr =)

    • Vielen Dank für den Kommentar.
      Seit Jahren überlege ich, ob ich mir „Die Straße“ als Film anschauen soll, aber ich habe die Befürchtung, dass ich dann beim Erinnern an das Buch – oder beim erneuten Lesen – für immer Viggo Mortensens Gesicht im Kopf haben werde. Nichts gegen Viggo Mortensen, ich mag ihn sehr, aber vielleicht wäre es schade um das eigene Kopfkino. Mal sehen.

  6. Was für ein toller Beitrag und natürlich erst einmal, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Es sind da schöne und interessante Bücher, die sich so angesammelt haben und ein paar davon auf meine gedankliche Wunschliste gerutscht. Bin gespannt, won welchen Büchern ich in zwei Jahrzehnten erzählen kann. „Krieg und Frieden“, ist in jedem Fall dabei, dazu kommen noch „Adressat unbekannt“ von Kressmann Taylor und „Extrem laut und unglaublich nah“ von Safran Foer. Die Bücher meiner Kindheit und Jugend sind auf ewig die Harry Potter Bücher von Joanne K. Rowling, wie bei so vielen. Es ist schon jetzt schön, sich daran zurück zu erinnern. Wie wird es erst in zwei Jahrzehnten sein?!

    • Das ist das Schöne: Es hört nie auf. Auch ich bin gespannt, welche Bücher noch dazukommen werden.
      Und danke für die Glückwünsche.

  7. Hallo Uwe, zu deinem runden Geburtstag gratuliere ich dir ganz herzlich und wünsche dir für dein kommendes Lebensjahr viel Glück, Gesundheit und immer einen kleinen Stapel neuer, noch ungelesener Bücher im Haus. Da hast du wirklich eine wunderbare Liste geschrieben. Bis auf „An den Rändern der Welt“ von Olivier Adam kenne ich alle Titel, und Paul Auster und Imre Kertész hätten es auch auf meine Liste geschafft. Ich habe aber „noch“ nicht so eine Liste der Bücher meines Lebens. Durch deinen Beitrag bin ich jetzt allerdings sehr motiviert, in mich zu gehen, alte Lesetagebücher zu durchforsten und mich ebenfalls mit so einer Liste zu beschäftigen. Otfried Preußler gehört auch zu meinen frühesten Lese- bzw. Vorleseerfahrungen. Ich würde mich aber immer für „Der kleine Wassermann“ entscheiden. „Die Straße“ von Cormac McCarthy hat mich ähnlich umgehauen wie dich. Ich bin mir allerdings relativ sicher, dass ich den Roman nicht noch einmal lesen kann. – Vielen Dank für deine vielen tollen Empfehlungen. Der „Kaffeehaussitzer“ gehört seit einiger Zeit zu meinen absoluten Lieblings-Blogs.

    • Hallo Petra,
      vielen Dank für die guten Wünsche und das Lob.
      Die Beschäftigung mit einer solchen Liste kann ich nur empfehlen – es ist wie ein kompakter Lebensrückblick, eine Sammlung wichtiger und prägender Momente – egal ob schön oder traurig.
      Viele Grüße
      Uwe

  8. Lieber Uwe,
    was für ein schöner Bericht! Und auf keinen Fall zu lang. Ich hätte Dir gerne noch weiter zugehört. In den Jungen, der das Buch abschreibt und die Bilder auf Butterbrotpapier abpaust, habe ich mich sofort verliebt.
    Ich selber bin an dem Projekt „Bücher, die mein Leben geprägt haben“ vor zwei Jahren (ich wurde 50) grandios gescheitert, weil ich mich zunehmend verzettelt hatte. Tolkien wäre aber auf jeden Fall auch darin vorgekommen.
    Danke also für Deinen tollen Text, nehme die Beauvoir als Anregung.
    Alles Gute!
    Anja

  9. Hallo Uwe, vielen Dank für den tollen Beitrag und die interessanten Einblicke in Dein Leserleben! Bis auf Olivier Adams Buch kenne ich die Titel alle und es sind wirklich so unvergesslich tolle Werke dabei! Erst heute Mittag habe ich noch darüber nachgedacht, wie sehr mich „Betty Blue“ damals umgehauen hat, als ich es mit Anfang 20 zum ersten Mal gelesen habe. Danach gab es erstmal nur einen Autor für mich und das war Philippe Djian! Und u.a. über „4321“ als Meilenstein in Paul Austers Lebenswerk durfte ich bei radioWissen ein bißchen was erzählen, vielleicht interessiert es Dich? (Sorry für die ein bißchen fiese Eigenwerbung…): https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-1519378.html.
    Herzliche Grüße,
    Simone

    • Hallo Simone,
      vielen Dank für den Kommentar. Ja, Djian, das war schon was. Ich lese immer noch seine Bücher, die neu erscheinen, aber diese Wucht damals kommt nicht wieder.
      Herzliche Grüße
      Uwe

  10. Ich möchte an dieser Stelle auch einen herzlichen Geburtstagsgruß mit den allerbesten Wünschen hinterlassen. Dir, lieber Uwe, alles Gute für die nächsten Bücher- und Blogjahre. In einigen Titel, die ich ebenfalls sehr gern gelesen habe, habe ich mich wiedergefunden. Allerdings würde ich es schwierig finden, aus der Vielzahl der Bücher die Lieblinge herauszufinden. Aber was diese Liste mir vor allem zeigt: Wie das Lesen das Leben begleiten kann. Vielen Dank für diesen Leselebenslauf. Viele Grüße

    • Liebe Constanze,
      vielen Dank! Ja, es ist nicht einfach und ich hätte sicherlich noch den ein oder anderen Titel dazu nehmen können. Aber oft ist es eben die Lebenssituation in Kombination mit einem Buch, was die Leseerfahrung so prägend macht.
      Viele Grüße
      Uwe

  11. Von Herzen alles Gute zum Geburtstag – und möge Dir nie die Lektüre ausgehen! In Deiner Aufzählung hab ich viel Bekanntes (wieder)entdeckt – und neue Anregungen gefunden. Danke dafür. Ich lese Deinen Blog unwahrscheinlich gerne und freue mich auf viele weitere Empfehlungen. Alles Gute!

  12. Guten Tag,
    ich schließe mich gern den Glückwünschen an.
    Bei der Leseliste erkenne ich doch die westdeutsche Sozialisierung und rege an, noch ein paar der hoffentlich vielen weiteren Lesejahre mit der ostdeutschen und osteuropäischen Literatur zu verbringen (lohnt sich). Auch die, die noch (lange) vor dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ entstanden ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Antje Draheim

  13. Lieber Uwe,
    nun auch hier und sozusagen ordnungsgemäß herzliche Glückwünsche zu diesem ja doch besonderen Geburtstag.
    Eine schöne und wie immer interessant begründete und beschriebene Auswahl, von der ich gestehen muß, nur die ersten drei Bücher gelesen zu haben. So unterschiedlich können Lesesozialisationen und Meilensteine ausfallen. Das macht es ja auch so besonders interessant, einen Blick in das Leseleben der anderen werfen zu können.
    Ad multos annos!
    Viele Grüße
    Norman

    • Lieber Norman,
      vielen lieben Dank. Ja, gerade die unterschiedlichen Lesevorlieben machen den Austauch unter Buchmenschen so reizvoll.
      Bis bald und herzliche Grüße
      Uwe

  14. Lieber Uwe,

    wow – was für ein Lesensweg! Ich habe einige wenige der genannten Bücher hier, viele haben mich ebenso begeistert wie dich, den meisten aber habe ich bisher noch keine Beachtung geschenkt. Deswegen habe ich mir direkt einige Bücher notiert.

    Mich würde ja brennend interessieren, wie deine abgeschriebene und abgepauschte Kopie von Ilias und Odyssee aussieht und wie weit du mit deinem damaligen Projekt gekommen bist. Irgendwie musste ich schmunzeln, dass du damals nicht im Kopf hattest, dir das Buch einfach zu kaufen.

    Deine Beschreibung über die Stadtbibliothek haben mich gedanklich geradewegs in die Bibliothek meiner Heimat gespült. Auch sie passiert man durch eine schwere Eichentür und die Räumlichkeiten sind in einem nostalgischen Altbau einer ehemaligen Badeeinrichtung angesiedelt. Ich meine dort in meinen Leseanfängen mehr Zeit verbracht zu haben als zuhause. Die Gebühren die damals durch das ständige Überziehen der Leihfrist entstanden sind, haben oft mein gesamtes Taschengeld in Anspruch genommen. Manche Bücher habe ich nach dem Abgeben erneut ausgeliehen, weil ich mich einfach nicht von ihnen trennen konnte.

    Deine Zeilen lesen sich so wunderbar, zeigen sie doch, dass dein gesamtes Leben mit Büchern verwurzelt war. Und eine solche Entwicklung wünsche ich mir auch für mich. Zu der 50 trennen mich noch 15 Jahre. Ich bin gespannt, welche Bücher mir bis dahin noch auf meinem Weg durchs Leben begegnen.

    Ich hoffe sehr auf ein Wiedersehen in Leipzig. Man liest sich!

    Herzliche Stöbergrüße
    Steffi

    • Liebe Steffi,
      vielen herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Diese abgeschriebene Kopie gibt es schon lange nicht mehr – ich habe keine Ahnung, was daraus geworden ist. Leider.
      Ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen.
      Herzliche Grüße
      Uwe

  15. Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag.
    Sehr interessante Liste, aber leider nur eine Frau…
    Liebe Grüße
    Andrea

  16. Lieber Uwe,
    auch von mir: Herzliche Glückwünsche zum runden Geburtstag!
    Und was für eine schöne Idee, uns an deinen Erinnerungen aus so vielen Jahren Lesebegeisterung teilhaben zu lassen. Das ist auch für mich eine Rückreise in meine Leseerinnerungen gewesen, denn einige Bücher – „Choral am Ende der Reise“, „Alle Menschen sind sterblich“, „Der Herr der Ringe“ und „4321“ – habe ich auch gelesen. Und sie stehen dann auch für jeweils einen ganz besonderen Lebensabschnitt.
    Viele Grüße, Claudia

    • Liebe Claudia,
      vielen lieben Dank für die guten Wünsche.
      Es freut mich, wenn ich ein paar Erinnerungen wachrufen konnte.
      Herzliche Grüße
      Uwe

  17. Hallo Uwe,

    auch von mir alles Gute zum Geburtstag.
    Schöne Idee mit der Liste und gleich kam die Wassermusik angeschwommen. Für mich (schon etwas älter) war das so der Einstieg ins Rentenlesealter. Allerdings dann in der grandiosen neuen Übersetzung. Seiher gehört TC Boyle zu meinen Standardautoren und lese gerade „Das Licht“.
    Schaue immer gerne auf deine Rezensionen / Empfehlungen. Aber wenn Du erst 50 bist, muss ich mir für mein Restleben wohl keine Sorgen diesbezüglich machen.

    Beste Grüße
    Martin

  18. Schöne Idee, den eigenen Geburtstag als Leserückblick zum Anlass zu nehmen … und dabei auch gleich über die Kraft und Magie von Literatur zu schreiben.
    Viele der wichtigsten Bücher deines Lebens, wie „Wassermusik“, „Betty Blue“ und „Roman eines Schicksallosen“ haben auch mich zutiefst geprägt. Ein paar andere stehen auf meiner Leseliste – „4321“ beispielsweise.
    Ich wünsche dir einen großartigen Tag, lass dich feiern. Alles Gute, Jacqueline

    • Liebe Jacqueline,
      ja, die Kraft und Magie der Literatur begleitet mich schon das ganze Leben – das ist mir beim Schreiben des Beitrags mal wieder klar geworden.
      Und es ist schön, dass es vielen anderen Menschen auch so geht.
      Herzliche Grüße
      Uwe

  19. Hallo Uwe,

    herzlichen Glückwunsch zum 50.en, alles Gute für Dich, hab einen guten Start in die „2. Halbzeit“! :-)
    Danke für diesen schönen Beitrag und diese tolle Idee.

  20. Na dann: Herzlichen Glückwunsch und alles Gute zum Fünfzigsten!
    Einen wundervollen Beitrag hast Du da geschrieben. Sehr persönlich, gefällt mir gut.
    Beste Grüße von der Ostsee an den Rhein…

  21. Lieber Uwe,

    erstens alles Gute zum Geburtstag und zweitens danke für den Beitrag.

    Chapeau, denn ich wäre, drittens, gar nicht in der Lage Jahr für Jahr bestimmte Bücher zu nennen. Dazu ist mein Gedächtnis zu löchrig.

    In diesem Sinne, herzlichen Glückwunsch … und weiter so.
    lg_jochen

    • Lieber Jochen,

      meistens sind die für mich besonderen Bücher auch mit besonderen Erlebnissen oder Lebensabschnitten verknüpft – da fällt das Erinnern nicht schwer.

  22. Lieber Uwe,

    dann wünsche ich dir auf diesem Weg alles zu deinem Geburtstag, dass du weiterhin so tolle Buchtipps bereit hältst und natürlich bei bester Gesundheit bleibst 😉
    Deine Übersicht über die Bücher deines Lebens ist sehr beeindruckend und zaubert ein Lächeln auf mein Gesicht. Gerade bei Der Herr der Ringe verstehe ich dich so gut. Habe auch schon drei Durchläufe hinter mir und bin mit der Beschreibung ganz bei dir. Aktuell bin ich ja gerade bei dem Epos Der dunkle Turm beim Vierten Durchlauf und da ergeht es mir ganz ähnlich (wenn ich mit 50 eine ähnliche, Aufstellung mache, wird Stephen King als Autor oft vertreten sein 😊) Und Cormac McCarthy hatte ich seinerzeit No Country for old Men gelesen und geschaut. Nicht minder intensiv, wenn auch völlig anders gelagert als Die Straße, wo ich nur den Film kenne (Buch liegt aber schon parat).

    Lass dich feiern und auf bald in den Weiten der digitalen Bloglandschaft und vielleicht klappt es auch irgendwann mal in der Realität.

    • Lieber Marc,

      „No Country for old Men“ ist ein grandioses Buch – und eine grandiose Verfilmung. Alleine schon, um Javier Bardem als Killer zu sehen, lohnt es sich, diesen Film anzuschauen.
      Bis bald und irgendwann auch im „echten“ Leben.

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