Die Bücher meines Lebens

Die Buecher meines Lebens

Es gibt manchmal Tage, an denen man zurückschaut auf die Jahre und Jahrzehnte, die hinter einem liegen und sich verwundert die Augen reibt, wie schnell die Zeit vergangen ist. Der fünfzigste Geburtstag ist bei mir ein solcher Tag und ich bin froh, ihn zwar mit der ein oder anderen Narbe, aber ohne größere Blessuren erreicht zu haben. Denn das ist ganz und gar nicht selbstverständlich.

Ein Rückblick also. Und natürlich ein Rückblick, der sich mit Büchern beschäftigt. Der Beitragstitel kündigt es an, es geht um die diejenigen, die in den letzten fünf Jahrzehnten die tiefsten Spuren hinterlassen haben, es geht um die Bücher meines Lebens. Auf fünfzehn Werke bin ich gekommen und sie möchte ich hier nun vorstellen. In chronologischer Reihenfolge. „Die Bücher meines Lebens“ weiterlesen

Zeig doch mal die Bilder

Graphic Novels: Eine Bestandsaufnahme

Erst in den letzten zwei, drei Jahren habe ich die literarische Gattung der Graphic Novels für mich entdeckt. Nicht unbeteiligt daran waren die Blogs Muromez, Literaturen, Analog-Lesen und Papiergeflüster, die mich darauf neugierig machten. Und schnell habe ich dadurch staunend den Zutritt in eine mir bis dahin unbekannte Welt gefunden, eine Welt voller Überraschungen, vielseitig, bunt und spannend.

Dieser Prozess ist mir gerade bewusst geworden, als ich vor meinem Bücherregal stand, auf der Suche nach der nächsten Lektüre. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich inzwischen ein ganzer Stapel Graphic Novels darin angesammelt hat, wenn auch noch in bescheidenem Ausmaß; thematisch und künstlerisch vollkommen unterschiedliche Werke. Irgendwie ein guter Anlass für eine Bestandsaufnahme und eine kurze Vorstellungsrunde. „Zeig doch mal die Bilder“ weiterlesen

Die Mauer ist offen

25 Jahre Mauerfall: Wie ein historisches Ereignis nicht nur das Land, den Kontinent, sondern auch das eigene Leben verändert hat.

Dieses Bild eines Hauses der Brunnenstraße in Berlin-Mitte zeigt eindrucksvoll, wie man 25 Jahre Geschichte mit einem einzigen Satz zusammenfassen kann. Es sind tatsächlich schon zweieinhalb Jahrzehnte vergangen, seit ich mit ein paar Freunden zusammen abends vor dem Fernseher saß und wir fassungslos sahen, wie die Menschen in Berlin auf der Mauer standen, jubelten, tanzten und der Strom der Trabbis gen Westteil der Stadt einsetzte. Es war unglaublich und wir ahnten, wussten, dass wir gerade Zeugen eines historischen Umbruchs wurden. „Die Mauer ist offen“ weiterlesen

Wie ich Herrn Lehmann traf

Sven Regener: Herr Lehmann | Kaffeehaussitzer

DAS Lieblingsbuch gibt es nicht. Aber „Herr Lehmann“ von Sven Regener kommt dem schon sehr nahe. Alles fing damit an, als ich im Frühjahr 2001 Post bekam. Es war ein Bücherpäckchen von einer Freundin, die zu diesem Zeitpunkt gerade beim Eichborn-Verlag arbeitete. Darin war ein Leseexemplar von „Herr Lehmann“ und ein Kärtchen, auf dem stand, das mir dieses Buch bestimmt gefallen würde. Das Problem: Im Frühjahr 2001 und besonders gerade zu dem Zeitpunkt, als mir dieses Buch in den Schoß fiel, war ich mitten in der heißen Phase meiner Diplomarbeit und hatte eigentlich absolut gar keine Zeit zum Lesen. „Wie ich Herrn Lehmann traf“ weiterlesen