Regennasse Einsamkeit

Sven Heuchert: Dunkels Gesetz

Wenn die Menschen gehen, holt sich die Natur alles zurück. Häuser zerfallen, Straßen bekommen Risse, in denen das Unkraut sprießt, Büsche und Bäume überwuchern alles, Wege verschwinden, notdürftig erhalten die letzten Verbliebenen die Reste einer Infrastruktur am Leben, die eigentlich kaum jemand mehr braucht. Im Amtsdeutsch heißen solche Gegenden „strukturschwach“, für die Bewohner und für seltene Besucher wirken sie wie das Ende der Welt. Sven Heuchert schickt uns in seinem Roman „Dunkels Gesetz“ in genau solch eine Gegend, irgendwo in die Täler an der deutsch-belgischen Grenze, dort wo die Eifel am verlassendsten ist.

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Die Stärke des Buches ist die Schilderung der Natur mit ihrer regennassen Stille, der Einsamkeit, die überall zwischen den Zeilen hervordrängt. In Worte gegossene Melancholie. Und es ist dieses einsame Grundrauschen, in dem die Protagonisten gefangen sind; sie stecken in ihren Sackgassen und ihren verlorenen Träumen fest, sind auf der Flucht vor sich selbst. Oder sie versuchen mit allen Mitteln dort herauszukommen, um nicht zu akzeptieren, dass diese weite, stille und dunkle Landschaft das Ende all ihrer Hoffnungen sein wird.

Achim etwa, letzter Sproß einer früher wohlhabenden Familie, der einst weite Teile der umliegenden Täler und Höhen gehörten. Aber das war einmal, er nennt eine marode Tankstelle mit angeschlossener Werkstatt sein eigen, mit der er sich gerade so über Wasser halten kann. Doch zusammen mit seinen eher einfach gestrickten, aber brutalen Kumpels Haller und Behrentz plant er ein ganz großes Ding, das alles ändern soll.

Oder eine Mutter, namenlos bleibend und trinkend, die zusammen mit ihrer pubertierenden Tochter Marie Zuflucht bei Achim gefunden hat. Die dessen Demütigungen und unvermittelten Gewaltausbrüche akzeptiert, da es sonst keinen Ort mehr gibt, zu dem sie gehen könnte.

Oder Richard, der immer nur bei seinem Nachnamen Dunkel genannt wird, Ex-Söldner auf der Suche nach einem Job, der für ein paar Monate eine stillgelegte Grube mitten im Wald bewachen soll, in der erst kürzlich ein Junge ums Leben gekommen ist. Einer, der die Einsamkeit sucht. Einer, der einiges an Ballast mit sich herumschleppt, aber keine großen Worte darüber verliert.

Und dann ist da noch Falco, der zuerst wie die Karrikatur eines schmierigen Vorstadt-Gangsters wirkt, doch dessen perfide Brutalität nicht zu unterschätzen ist.

Dies sind die Hauptakteure des Romans, die inmitten der trügerischen Ruhe aufeinander zutreiben werden. Dabei fällt die Beschreibung der Personen und ihrer Geschichten karg aus, schon fast holzschnittartig. Vieles bleibt angedeutet, skizziert, der Phantasie des Lesers überlassen. Doch genau dies ist der Reiz des Erzählten, denn es passt perfekt zur Stimmung, die kein Wort zuviel zulässt. In all der Trostlosigkeit ist kein Raum für langatmige Erklärungen. Auch kein Raum für zivilisatorische Umgangsformen, Gewalt ist allgegenwärtig, sie schwingt bedrohlich von der ersten Seite an mit. Es wird geschlagen, gestochen, geschossen. Und gestorben. Dann schwappt die erdrückende Stille wieder zurück und begräbt das Geschehene unter sich.

Dazwischen gibt es immer wieder kurze Momente des Lichts, Kindheitserinnerungen an den Heugeruch im Sommer, an den Duft harzigen Holzes, an Zeiten, zu denen das Leben noch ein Versprechen war. Zeiten, die schön längst Geschichte sind, geschluckt von der Trostlosigkeit ringsum.

Das Wort „Noir“ wird heute zur Charakterisierung von Kriminalliteratur schon beinahe inflationär gebraucht. Aber wenn jemand in Deutschland Noir vom Feinsten schreibt, dann ist es Sven Heuchert, der mich mit seiner Story-Sammlung „Asche“ schon begeistern konnte. Sein erster Roman „Dunkels Gesetz“ steht in bester Tradition der Werke etwa Daniel Woodrells, dem großen Noir-Meister aus den USA. Auch bei dessen „Winters Knochen“ spielt die Natur mit ihrer rauen Gleichgültigkeit gegenüber den menschlichen Schicksalen eine zentrale Rolle. Und was bei Woodrell die Ozarks sind, das sind bei Heuchert eben jene verlassenen Täler an der deutsch-belgischen Grenze.

Irgendwo am Ende der Welt.

Buchinformation
Sven Heuchert, Dunkels Gesetz
Ullstein Verlag
ISBN 978-3-55008178-1

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Fluchtgedanken

Ilija Trojanow: Nach der Flucht

Es war ein beeindruckender Abend, als Ilija Trojanow sein Buch „Nach der Flucht“ im Kölner Literaturhaus vorstellte. Selten habe ich erlebt, wie jemand in kurzer Zeit so viele brillante Gedanken perfekt auf den Punkt bringen kann. Gedanken, in einfachen Sätzen formuliert, dabei aber von solch einer intellektuellen Tiefe, dass der Abend wie das Buch sich nachhaltig im Gedächtnis verankern werden – denn das Nachdenken über die Folgen der Flucht für einen Geflüchteten ist ein Thema so alt wie die Menscheit. Und immer aktuell, besonders heute. Ilija Trojanow schafft es, in einem schmalen Buch von gerade einmal 125 Seiten das Trauma Flucht eindrucksvoll zu schildern. Denn für einen Flüchtling endet die Flucht nie wirklich, er ist der, der mit Akzent spricht, der einen anderen Namen trägt, eine andere Hautfarbe hat, nicht zurück kann und trotzdem für viele immer ein Fremder bleiben wird. Was wiederum zu der Frage führt, was eigentlich Heimat ausmacht, doch dazu später. Weiterlesen

Blogs als Literaturvermittler? Dreimal Treibgut

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Das Internet wirkt manchmal wie ein riesiger Fluss, der ununterbrochen vorüberströmt. Ein Fluss aus unzähligen Beiträgen, Artikeln, Tweets, Posts, Texten aller Art. Vielleicht habe ich dieses Bild deshalb vor Augen, weil ich gerade die Bayou-Trilogie „Im Süden“ gelesen habe; die ersten Krimis von Daniel Woodrell, angesiedelt in einem fiktiven Ort im Mündungsgebiet des Mississippi. Und dieser gewaltige Fluss ist in der Handlung der Romane ständig präsent, Landschaft und Menschen prägend.

Aber heute soll es nicht um ein bestimmtes Buch gehen, sondern um das Treibgut, das einem der virtuelle Strom Internet ab und zu vor die Füße spült. Denn in den letzten Wochen waren es drei Textstücke, die kurz hintereinander bei mir landeten und in ihren gegenteiligen Aussagen so schön zueinander passten, dass ich sie hier miteinander verknüpfen möchte. Weiterlesen

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Erst in den letzten zwei, drei Jahren habe ich die literarische Gattung der Graphic Novels für mich entdeckt. Nicht unbeteiligt daran waren die Blogs Muromez, Literaturen, Analog-Lesen und Papiergeflüster, die mich darauf neugierig machten. Und schnell habe ich dadurch staunend den Zutritt in eine mir bis dahin unbekannte Welt gefunden, eine Welt voller Überraschungen, vielseitig, bunt und spannend.

Dieser Prozess ist mir gerade bewusst geworden, als ich vor meinem Bücherregal stand, auf der Suche nach der nächsten Lektüre. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich inzwischen ein ganzer Stapel Graphic Novels darin angesammelt hat, wenn auch noch in bescheidenem Ausmaß; thematisch und künstlerisch vollkommen unterschiedliche Werke. Irgendwie ein guter Anlass für eine Bestandsaufnahme und eine kurze Vorstellungsrunde. Weiterlesen

Liebe in Zeiten des Überlebens

Isabelle Autissier: Herz auf Eis

Ein Paar nimmt sich ein Jahr Auszeit, kauft ein Schiff und startet zu einem Segeltörn um die Welt. Was traumhaft klingt, wird zu einem Alptraum, als die beiden bei einer Wanderung auf einer abgeschiedenen Insel ein heftiger Sturm überrascht. Nachdem sie sich aus ihrer Notunterkunft herauswagen, ist das Meer wieder ruhig. Und das Schiff verschwunden. So beginnt der Roman „Herz auf Eis“ von Isabelle Autissier. Weiterlesen

Eine Chance nutzen

Cynan Jones: Alles, was ich am Strand gefunden habe

„Alles, was ich am Strand gefunden habe“ von Cynan Jones ist eines dieser Bücher, bei denen man erst einmal tief durchatmen muss, wenn die letzte Seite gelesen ist. Zumindest mir ging das so. Nachdem mich schon der Vorgänger „Graben“ sehr begeistert hat, war ich gespannt auf den neuen Roman – und wurde nicht enttäuscht. Ganz und gar nicht. „Alles, was ich am Strand gefunden habe“ ist eine düstere Geschichte voller erhabener Momente; eine Geschichte, die unter die Haut geht. Und die man nicht so schnell wieder aus dem Kopf bekommt. Erhaben sind die Beschreibungen der walisischen Landschaft, düster die Schicksale dreier Männer.

Die Handlung beginnt mit dem Fund einer übel zugerichteten Leiche an einem Strand irgendwo in Wales. Was war geschehen? Das erfahren die Leser nach und nach, wobei von Beginn an eine unterschwellige Anspannung in jedem Satz mitschwingt. Denn schnell spitzt es sich auf die Frage zu: Für wen geht es nicht gut aus? Wer wird am Ende als Leiche am Strand liegen? Weiterlesen

Bügeln mit Pearl Jam

Buegeln mit Pearl Jam

Kaum eine Tätigkeit im Haushalt kann ich so wenig leiden wie das Bügeln. Man könnte auch sagen, dass ich es hasse. Wenn man aber in einem Alter ist, in dem zerknitterte Hemden nicht mehr unangepasst, sondern eher ungepflegt aussehen, bleibt einem von Zeit zu Zeit leider nichts anderes übrig, als sich an diese ungeliebte Arbeit zu machen.

Das Gute dabei: Zwar haben in der Wohnung längst Spotify & Co. Einzug gehalten, neben dem Bügelbrett steht aber das unverwüstliche CD-Regal mit seinen Schätzen aus der Vergangenheit. Und so ist das Bügeln meist begleitet von unglaublich lauter Musik (so wie früher) mit entspanntem Headbangen (fast so wie früher). Frank Goosen hat in seinem wunderbaren Buch „So viel Zeit“ passende Worte dazu geschrieben: „Musik brachte einen in Kontakt zu jemanden, den man früher gekannt hatte, dem Jemand, der man gewesen ist, bevor man der wurde, der man jetzt war.“ 

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Land in Trümmern

George Packer: Die Abwicklung

Bücher mit USA-Bezug werden zur Zeit gerne mit dem Versprechen beworben, Aufklärung über das in unseren Augen unverständliche Verhalten der Trump-Wähler zu liefern. Denn es ist und bleibt nur schwer nachvollziehbar, wie ein solch vulgärer Mensch mächtigster Mann der Welt werden konnte. Das Buch, das ich hier vorstellen möchte, ist bereits 2013 erschienen. Und trotzdem gibt es wie kein anderes Auskunft über ein Land im Niedergang, über die Vereinigten Staaten zu Beginn des 21. Jahrhunderts. George Packer schafft es in „Die Abwicklung“ die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA von den 1970er-Jahren bis heute anschaulich und spannend darzustellen. Und danach wird einem als Mitteleuropäer so einiges klar. Oder zumindest klarer. Weiterlesen

Blogbuster-Preis: Ein Fazit

Blogbuster-Preis 2017: Ein Fazit

Der Sieger steht fest: Der Autor Torsten Seifert hat mit seinem Manuskript „Der Schatten des Unsichtbaren“ den Blogbuster-Preis 2017 gewonnen! Er erhält einen Vertrag mit der Literaturagentur Elisabeth Ruge und sein Buch wird im Herbstprogramm von Klett-Cotta/Tropen erscheinen. Die Jury-Begründung und einen Bericht über die Preisverleihung im Hamburger Literaturhaus gibt es auf der Seite des Blogbuster-Preises.

Ich gratuliere Torsten Seifert herzlich zu seinem Sieg. Der Plot seines Manuskripts – ein Reporter aus L.A. wird in den 4oer-Jahren nach Mexiko geschickt, um herauszufinden, wer B. Traven war – klingt alleine von der Beschreibung her schon so, dass ich das Buch auf jeden Fall lesen möchte. Ist B.Traven doch eines der geheimnisvollsten Pseudonyme der Literaturgeschichte und sich die Suche nach dieser mysteriösen Person als literarische Annäherung auszudenken, halte ich für eine sehr gelungene Idee. Und bin gespannt auf das Buch, das zur Frankfurter Buchmesse gedruckt vorliegen wird. Weiterlesen

Leiden im luftleeren Raum

Plötzlich war es da, wie aus dem Nichts aufgetaucht: Selten war ein Buch einer bis dahin kaum bekannten Autorin so präsent in Blogs und Medien wie Hanya Yanagiharas Roman „Ein wenig Leben“. Vorab-Schwärmereien, Besprechungen, Schilderungen von Leseerfahrungen, Gespräche über die Gefühle, die das Buch auslösen würde; es war mir schon fast zu viel, denn wenn alle, wirklich alle über einen Roman sprechen, meint man gerne, ihn gar nicht mehr selbst lesen zu müssen. Erst als dann in den Blogs buchrevier und Buzzaldrins Bücher erste kritischere Stimmen auftauchten, wurde ich neugierig. Und nachdem ich in einer Buchhandlung die ersten Seiten gelesen hatte, wollte ich wissen, wie es weitergeht, denn sie haben eine Art Sog erzeugt, dem ich mich nicht entziehen konnte. Weiterlesen

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Es ist noch nicht so lange her, seit ich Graphic Novels als Literatur- und Kunstform für mich entdeckt habe. Gleichzeitig bin ich begeisterter Leser der Krimireihe rund um den Ermittler Gereon Rath. Wenn dann der erste Band dieser Reihe – „Der nasse Fisch“ – als Graphic Novel erscheint und wenn Zeichner und Romanautor gemeinsam das Werk im Kölner Literaturhaus vorstellen – dann ist ja klar, dass ich mir diesen Abend auf keinen Fall entgehen lassen konnte. Und jede Minute hat sich gelohnt; es war eine ungemein spannende Veranstaltung, die den zahlreich erschienenen Zuhörern und Zuschauern die Entstehung einer Graphic Novel auf eine beeindruckende Art näher gebracht hat. Weiterlesen

Suppen für Syrien

Suppen fuer Syrien

Gelegentlich müssen sich Buchblogger den Vorwurf anhören, sich vor den Marketingkarren der Verlage spannen zu lassen. Nun ja, Nörgler wird es immer geben, weshalb ich das Thema nicht vertiefen möchte. Zumal ich in folgendem Text ganz bewusst Werbung für ein Buch machen werde, nämlich für das Kochbuch „Suppen für Syrien“. Das viel, viel mehr ist als ein Kochbuch: Eine Hilfskampagne für Kinder und Jugendliche in dem verwüsteten Land mit seinen kriegsversehrten Menschen.

Dieses Hilfsprojekt ist von Barbara Abdeni Massaad ins Leben gerufen worden, einer in Beirut und Florida lebenden Photographin und Kochbuchautorin. Sie hatte damit begonnen, in einem nahe ihrer Beiruter Wohnung liegenden Flüchtlingslager für und mit den Menschen dort zu kochen. Suppen vor allem; nahrhaft, einfach und tröstend. Es geschah aus dem Wunsch heraus, zu helfen, den syrischen Flüchtlingen in dem provisorischen Lager zu zeigen, dass jemand an sie denkt. Weiterlesen

Zehn Sekunden mit Paul Auster

Paul Auster: 4321

Nach 1259 Seiten war das Buch zu Ende. Zugeklappt lag es vor mir und ich verabschiedete mich schweren Herzens von Archie Ferguson. Es fiel mir schwer, wir hatten einige Wochen miteinander verbracht, waren Vertraute, Freunde geworden. Aber jetzt musste ich ihn ziehen lassen, ihn, den vierfachen Helden aus Paul Austers „4 3 2 1“. Was für ein Roman! Und jetzt überlege ich seit ein paar Tagen, wie ich darüber schreiben soll. Wie sich einem Werk nähern, das bereits seit Wochen in Blogs und im Feuilleton besprochen und hochgelobt wird. Einer der ersten, der über „4 3 2 1“ berichtet hat, war Jochen Kienbaum auf lustauflesen.de und er gelangte zum Fazit: „Das schreibe ich selten bis nie: 4321  ist ein Meisterwerk!“ Und dem schließe ich mich von ganzem Herzen an.

Ein Meisterwerk also. Aber warum? Was macht dieses Buch so besonders, so anders? Weiterlesen

Besuch bei Liebeskind

Besuch beim Liebeskind Verlag

Ganz exakt weiß ich nicht mehr, wann ich das erste Buch aus dem Liebeskind Verlag in die Hände bekommen habe. Aber sehr genau erinnere ich mich daran, sofort vollkommen begeistert gewesen zu sein. Es sind Bücher, wie sie sein sollen: Inhalt, Gestaltung, Papier, Geruch, Haptik – alles passt perfekt zusammen und machen jedes zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Und bis auf wenige Ausnahmen haben bisher fast alle meinen Lesegeschmack exakt getroffen. Deshalb wollte ich schon lange wissen, wer sich eigentlich hinter dem Verlagsnamen verbirgt. Als ich kürzlich beruflich einige Tage in München war, ergab sich ein Termin für einen Besuch. So stieg ich im dämmrigen Licht eines Märznachmittags die Holztreppe eines alten Hauses irgendwo in der Nähe des Marienplatzes hoch, hörte das Fischgrätparkett unter meinen Füßen knarren und stand schließlich vor der Türe des Liebeskind Verlags. Ich war gespannt. Weiterlesen

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