Wenn die Maschine übernimmt

KI als Zerstoerer der menschlichen Kreativitaet

Kreativität ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, wenn nicht sogar diejenige, die uns zu Menschen macht. Daher sind Kunstwerke, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zustande kommen, wertlos – egal, ob es sich um Bilder, um Musik oder um Literatur handelt. Nun wird es sicherlich Leute geben, die mir hier nicht zustimmen; tatsächlich meinte erst kürzlich jemand zu mir, dass ihn ein Text bewegen müsse und es ihm egal sei, woher er stamme oder ob er von einer Maschine geschrieben worden sei. Diese Einstellung hat mich ziemlich schockiert und der Satz beschäftigt mich seit Monaten. Ebenso wie das Unbehagen, dass er in mir ausgelöst hat. Ein Unbehagen, dass ich nicht richtig in Worte fassen konnte, auch wenn ich natürlich tagtäglich erlebe, wie tief ChatGPT & Konsorten bereits in unsere Leben eingedrungen sind – so, als würde man das Gehirn abschalten und aufhören selbst zu denken, um berufliche wie private Fragen zu klären.

Dann habe ich in der ZEIT ein Interview von Marlene Knobloch mit dem amerikanischen Autor Dave Eggers gelesen. Und mir wurde dabei erst so richtig klar, wie verheerend der KI-Einsatz in kreativen Prozessen eigentlich ist. „Wenn die Maschine übernimmt“ weiterlesen

Vom Verlag zur Marke

Carl Heymanns Verlag

Anfang November 2015 war ich zu einem Verlagsempfang im Kölner Gürzenich eingeladen. Der Gürzenich ist der zentrale Festsaal der Stadt – und zu feiern gab es etwas Besonderes: Der Carl Heymanns Verlag – einer der renommierten juristischen Fachverlage in Deutschland – wurde 200 Jahre alt. Veranstalter war der Medienkonzern Wolters Kluwer Deutschland, zu dem der Verlag gehört und es wurden alle Register gezogen. Verlegerprominenz der juristischen Verlagsszene, viele Autoren des Verlages, hochkarätige Gäste aus Justiz, Wissenschaft und Wirtschaft, alle waren da. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Festrede des früheren Verfassungsrichters Udo di Fabio, in der es ihm gelang, in einer halben Stunde einen brillanten Überblick über die rechtsgeschichtlichen und rechtsphilosophischen Entwicklungen vom Wiener Kongress bis in unsere Zeit zu geben. Inklusive dringender politischer Handlungsempfehlungen. Es war ein absolut gelungener Abend, perfekt organisiert bis in die kleinsten Details. Ein wenig vermisst habe ich eigentlich nur einen: Den Jubilar. „Vom Verlag zur Marke“ weiterlesen