Schlamm und Drohnen

Szczepan Twardoch: Die Nulllinie - Roman aus dem Krieg

1.461 Tage. Seit tausendvierhunderteinundsechzig Tagen überzieht das russische Terrorregime die Ukraine mit Krieg. Seit tausendvierhunderteinundsechzig Tagen werden ukrainische Städte, Dörfer, Landstriche verwüstet, sterben Menschen. Seit tausendvierhunderteinundsechzig Tagen leidet die ukrainische Bevölkerung unter Drohnen- und Raketenangriffen, unter zerstörter Infrastruktur, unter dem Horror des Angriffs eines größenwahnsinnigen Despoten. Seit vier Jahren tobt ein Krieg in Europa. Oder vielmehr: Seit vier Jahren führt Russland einen Krieg gegen Europa. Die Nachrichten darüber gehören inzwischen zum Alltag – so sehr, dass vielen von uns gar nicht mehr bewusst ist, was da eigentlich gerade geschieht, dort, weit im Osten unseres Kontinents. Der Roman »Die Nulllinie« von Szczepan Twardoch ändert das. Ändert das sehr drastisch – denn er schickt uns an jene Nulllinie, die nur ein anderes Wort ist für Front oder für Niemandsland. 

Szczepan Twardoch, einer der wichtigsten polnischen Autoren unserer Zeit, nennt sein Buch im Untertitel »Roman aus dem Krieg«. Und das ist er. Denn Twardoch war vor Ort, brachte Hilfsgüter an die Front, war mit ukrainischen Soldaten unterwegs, schwebte in Lebensgefahr, sah all die Verwüstung mit eigenen Augen. Am Ende des Buches schreibt er: »›Die Nulllinie‹ ist ein Roman über den wirklichen Krieg, jedoch sind die darin beschriebenen Personen und Ereignisse fiktiv; sie müssen es sein, damit ich diesen Krieg so nah an der Wahrheit beschreiben kann, wie ich es vermag.« 

Wir lernen Koń kennen, den 43jährigen Protagonisten des Romans, aber das ist nicht sein richtiger Name. Zusammen mit Ratte teilt er sich einen baufälligen Unterstand in einem zerschossenen Dorf, ein paar Ruinen weiter hausen Jagoda und Leopard. Die echten Namen kennt niemand, aber die sind auch nicht wichtig. Nichts ist mehr wichtig, außer das Überleben, zumindest noch für einen Tag. Die vier gehören zu einem ukrainischen Brückenkopf auf der falschen Seite des Flusses Dnipro. Sie spähen russische Bewegungen aus, wehren kleinere Angriffe ab, versuchen in Deckung zu bleiben. Denn dieser Krieg ist anders: auf der einen Seite vegetieren die Soldaten in Schlamm und Dreck vor sich hin, wie eh und je. Aber auf der anderen Seite sind Drohnen allgegenwärtig. Aufklärungsdrohnen, Drohnen mit Wärmebildsensoren, Kampfdrohnen mit Granaten, die aus der Luft töten und verstümmeln. Jede Bewegung kann die letzte sein. Beide Seiten haben diese Fluggeräte im Einsatz und bevor Koń hier im Dreck landete, gehörte er zu einer Drohneneinheit und war ziemlich gut darin, aus der Luft zu töten und zu verstümmeln. 

Während ich das Buch gelesen habe, wurde mir ein Artikel in die Timeline auf Bluesky gespült: Bei einer NATO-Übung in Estland versuchten Einheiten von NATO-Soldaten aus zwölf Staaten zwei ukrainische Drohnenteams auszuschalten. Sie hatten keine Chance, an nur einem einzigen Übungstag setzten die Ukrainer die NATO-Bataillone schachmatt. Die Präsenz der Drohnen hat die Kriegsführung vollkommen verändert – und in Szczepan Twardochs Buch wird das mehr als deutlich. Denn sie sind überall. Immer, Tag und Nacht.

Die Handlung des Romans wirkt wie ein Kammerspiel des Grauens, ist eine Momentaufnahme aus dem Krieg. In mehreren Rückblicken erfahren wir viel über die Herkunft von Koń. Ein Pole mit ukrainischen Wurzeln, in Breslau aufgewachsen, Studium in Warschau, Althistoriker, akademische Laufbahn, Vater eines Sohnes – mit einem dunklen Schatten, der über seinem Leben liegt. Die Ukraine war ein fremdes Land für ihn, doch als sie von Russland überfallen wird und der Krieg ausbricht, gehört er zu denen, die Hilfsgüter von Polen aus in das bedrängte Nachbarland liefern. Immer wieder, unermüdlich. Bis ihm irgendwann klar wurde, dass er sich schon längst selbst verloren hat, dass es keinen Anker mehr gibt in seinem Leben. Dann meldet er sich freiwillig für die Armee. Und zieht in den Krieg.

»Dein Leben war einfach eine Handvoll Asche, die man mit leichter Hand in den Wind streut, wenn jemand darum bittet.«

Die Ähnlichkeit mit Robert Jordan aus Hemingways »Wem die Stunde schlägt« ist nicht zu übersehen, der Autor spielt damit, als an einer Stelle sich Jagoda mit Koń genau darüber unterhält: »Was dieser Jordan machte, das hatte Sinn. Dafür lohnte es sich zu sterben. Aber hier verrecken, Scheiße? Für nichts? Aus Dummheit?« Ein Gespräch im Schlamm. 

Zahlreiche weitere Rückblenden zeigen andere Lebensläufe, zeigen Menschen, die ihren Halt verloren haben, die zynisch geworden sind, abgestumpft, die funktionieren, schießen, töten und getötet werden. Berichten über eine Armee, die permanent improvisiert, deren Drohnen oder Starlink-Empfänger durch Crowdfunding finanziert oder gleich selbst von den Soldaten gekauft werden. Schildern, wie gesellschaftliche Unterschiede unwichtig werden, wenn man Tag für Tag irgendwie überstehen muss. Beschreiben Menschen, die schon gestorben sind, auch wenn sie den Krieg überleben sollten – und niemand von ihnen rechnet damit. Die Welt, aus der sie kommen, sie »ist so weit entfernt, als hätte sie nie existiert.« Wir lesen über die Unzuverlässigkeit vieler Mitglieder der Internationalen Brigade, über Kolumbianer, die auf ukrainischer Seite kämpfen – manche von ihren Kartellbossen in den Krieg geschickt, um Kampferfahrung zu sammeln. Wir erfahren von den Gräueltaten der russischen Soldateska, von Exekutionen, von Vergewaltigungen und Folter. Und mit jedem Detail, mit jeder Seite verdichtet sich die Komplexität einer aus den Fugen geratenen Welt. Einer Welt in unserer Nachbarschaft, die von hier aus mit dem Zug oder Auto zu erreichen wäre. Sie ist nicht weit entfernt. 

Zu Beginn des Buches muss man sich erst etwas gewöhnen an die Derbheit des Umgangstons, gespickt mit Kraftausdrücken, Abkürzungen und soldatischem Slang für Kriegsgerät. Es wird nichts erklärt, als Leser ist man hineingeworfen in eine fremde Umgebung. Ein »Zweihunderter« ist ein Gefallener, ein »Dreihunderter« ein Verwundeter, ein »Pokemon« ein Maschinengewehr. Gleichzeitig bricht in den Gedanken Końs immer wieder das Wissen eines Altphilologen durch, vermischen sich Erinnerungsfetzen an die Kriege zwischen Sparta und Athen, an die griechische Mythologie mit dem Dreck, dem Schlamm und der tödlichen Bedrohung durch die Drohnen – während immer wieder Zeitgeschichtliches tief in die Zeilen der Handlung eingeflochten ist. Dazu kommen Situationen, in denen die Soldaten Snickers essen, Kaffee aus Plastikbechern trinken, mit Hilfe von Google Meet und Starlink den Feed des Drohnenflugs an das Hauptquartier weiterleiten – es ist ein Einblick in einen Krieg zwischen Hightech und wackligen Provisorien. 

In einem sehr lesenswerten Interview antwortete Szczepan Twardoch auf die Frage, was sein Antrieb sei, in diesem Krieg präsent zu sein, Hilfe zu liefern, die Soldaten vor Ort zu unterstützen: 

»Weil es von meinem Wohnort Pirogovice in Oberschlesien anderthalb Tage mit dem Auto zu den Schützengräben im Donbass sind. Nur anderthalb Tage. Dieser Krieg ist so nah an meinem Zuhause. Er ist so nah an der Grenze meines Landes. Er betrifft mich so sehr, dass ich ihn nicht ignorieren konnte. Ich verspürte diesen Drang zu helfen, zumindest auf diese bescheidene Art und Weise, die mir möglich ist, zum Beispiel durch Spendensammeln, den Kauf von Ausrüstung wie Autos, Drohnen, Zielfernrohren für Gewehre und so weiter. Einfach um bei diesem großartigen und zugleich edlen Bemühen zu helfen, Menschen zu verteidigen, die so leben wollen, wie sie leben wollen, und nicht auf eine Art und Weise, die ihnen aufgezwungen werden soll.«

Entstanden ist daraus dieses Buch. Ein Buch, in dem es keine Hoffnung gibt auf ein Ende des Tötens. Ein Buch, in dem es keine Perspektiven gibt für die Menschen, die zwischen Dreck und Drohnen ihre Heimat verteidigen. Ein Buch, dass mit den Illusionen aufräumt, Verhandlungen mit einem verbrecherischen Aggressor seien möglich. Ein Buch also ohne Hoffnung, ohne Perspektiven und ohne Illusionen. Und genau deshalb ein Buch, das so viele Menschen lesen sollten wie möglich. Überall in Europa – denn dieser Krieg betrifft uns alle; der Gewaltherrscher im Kreml führt ihn im Schatten schon längst auch gegen uns. Und um ihn zu stoppen, benötigt die Ukraine alles an Unterstützung, was dafür nötig ist. So lange, wie es nötig ist.


Spenden für die Ukraine: StandForUkraine.com


Zum Weiterlesen: 

Interview in der taz mit dem ukrainischen Schriftsteller Serhij Zhadan über die Veränderung der ukrainischen Gesellschaft durch Russlands Angriffskrieg.

Im Blog danares.mag gibt es die Beitragsreihe »Ukraine lesen« mit Besprechungen von Büchern ukrainischer Autorinnen und Autoren. Etwa des Romans »Ein Zuhause für Dom« von Victoria Amelina, die im Juni 2023 bei einem russischen Raketenangriff auf ein Restaurant getötet wurde.

Buchinformation
Szczepan Twardoch, Die Nulllinie
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl
Rowohlt Berlin
ISBN 978-3-7371-0209-4

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lechts und rinks – ein textbaustein*

ernst jandl: lichtung

Ernst Jandl ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Lyriker und Sprachkünstler des 20. Jahrhunderts. Seine Verse sind geprägt von Sprachwitz und von einer unbändigen Experimentierfreude; viele enthalten hintersinnige Botschaften, die sich auf unterschiedlichste Weise interpretieren lassen. Das 1966 entstandene Gedicht »lichtung« ist eine seiner bekanntesten Lyrikschöpfungen; einmal gelesen begleitet es mich – wie viele andere Menschen auch – seit Jahrzehnten. 

lichtung
manche meinen

lechts und rinks
kann man nicht
velwechsern.
werch ein illtum!

„lechts und rinks – ein textbaustein*“ weiterlesen

Die ukrainische Tragödie

Anne Applebaum: Roter Hunger - Stalins Krieg gegen die Ukraine

Das Buch »Roter Hunger« von Anne Applebaum kaufte ich mir vor ein paar Jahren, um eine Wissenslücke zu schließen. Denn ich wusste bisher wenig über die große Hungersnot, die 1932 und 1933 die Ukraine heimsuchte – außer, dass sie von Stalin bewusst herbeigeführt wurde, um den ukrainischen Widerstand gegen die sowjetische Herrschaft zu brechen. Der Holodomor war eines der vielen unmenschlichen Verbrechen, die den Weg des Stalinismus säumten und ist in seiner Dimension ungeheuerlich. Erst jetzt bin ich dazu gekommen, das Buch zu lesen und angesichts des brutalen russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der seit Februar 2022 mitten in Europa tobt, erhält dieses Werk eine neue, beklemmende Aktualität. Denn neben den darin geschilderten Ereignissen vermittelt es das nötige historische Hintergrundwissen, mit dem dieser Krieg betrachtet werden muss. Um zu verstehen, dass der russische Despot Wladimir Putin nie Ruhe geben wird und dass Verhandlungen niemals einen dauerhaften Frieden schaffen werden. „Die ukrainische Tragödie“ weiterlesen

Remarque und ein staatlich geprüftes Gewissen

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues

Im Beitrag »Die Bücher meines Lebens« stelle ich diejenigen Werke vor, die in fünf Lebensjahrzehnten den prägendsten Eindruck hinterlassen haben. Einen Roman habe ich dabei vergessen: »Im Westen nichts Neues« von Erich Maria Remarque ist eines der wenigen Bücher, die ich zwischen meinem sechzehnten und zwanzigsten Lebensjahr gelesen habe. Es war die zweite Hälfte der Achtziger und eine Zeit, in der ich mit Literatur und der einsamen Beschäftigung des Lesens nichts anfangen konnte; die Nachmittage, Abende und Nächte mit den Freunden zu verbringen war viel wichtiger. Und trotzdem hat mich Remarques berühmtes Werk gepackt und fasziniert; ich weiß nicht, wie oft ich es damals las, sieben-, acht-, neunmal bestimmt. Die Ausgabe von »Im Westen nichts Neues«, die mir seinerzeit in die Hände fiel, stammt aus dem Jahr 1929; meine Großeltern müssen sie während der zwölf Jahre, in denen das Buch verboten war, irgendwo versteckt haben. Sie waren zwar überzeugte Parteigenossen und da hätte sich dieses Buch schlecht im Regal gemacht. Aber weggeschmissen haben sie es nicht – sie haben nie etwas weggeworfen. Und irgendwann war es in dem Buchregal meiner Eltern gelandet. Dann in meinem. Da ist es immer noch und jetzt, während ich dies schreibe, liegt es neben mir, ich schaue, welche Stellen ich damals mit Bleistift markierte und rufe mir die Jahre zurück ins Gedächtnis, in denen ich es gelesen habe. „Remarque und ein staatlich geprüftes Gewissen“ weiterlesen

Aufgestanden ist er, welcher lange schlief

Georg Heym: Der Krieg. In: Kurt Pinthus (Hg.): Menschheitsdämmerung

Der Krieg
Georg Heym, 1911

Aufgestanden ist er, welcher lange schlief,
Aufgestanden unten aus Gewölben tief.
In der Dämmrung steht er, groß und unerkannt,
Und den Mond zerdrückt er in der schwarzen Hand.

In den Abendlärm der Städte fällt es weit,
Frost und Schatten einer fremden Dunkelheit,
Und der Märkte runder Wirbel stockt zu Eis.
Es wird still. Sie sehn sich um. Und keiner weiß.

In den Gassen faßt es ihre Schulter leicht.
Eine Frage. Keine Antwort. Ein Gesicht erbleicht.
In der Ferne wimmert ein Geläute dünn
Und die Bärte zittern um ihr spitzes Kinn.

Auf den Bergen hebt er schon zu tanzen an
Und er schreit: Ihr Krieger alle, auf und an.
Und es schallet, wenn das schwarze Haupt er schwenkt,
Drum von tausend Schädeln laute Kette hängt.

Einem Turm gleich tritt er aus die letzte Glut,
Wo der Tag flieht, sind die Ströme schon voll Blut.
Zahllos sind die Leichen schon im Schilf gestreckt,
Von des Todes starken Vögeln weiß bedeckt.

Über runder Mauern blauem Flammenschwall
Steht er, über schwarzer Gassen Waffenschall.
Über Toren, wo die Wächter liegen quer,
Über Brücken, die von Bergen Toter schwer.

In die Nacht er jagt das Feuer querfeldein
Einen roten Hund mit wilder Mäuler Schrein.
Aus dem Dunkel springt der Nächte schwarze Welt,
Von Vulkanen furchtbar ist ihr Rand erhellt.

Und mit tausend roten Zipfelmützen weit
Sind die finstren Ebnen flackend überstreut,
Und was unten auf den Straßen wimmelt hin und her,
Fegt er in die Feuerhaufen, daß die Flamme brenne mehr.

Und die Flammen fressen brennend Wald um Wald,
Gelbe Fledermäuse zackig in das Laub gekrallt.
Seine Stange haut er wie ein Köhlerknecht
In die Bäume, daß das Feuer brause recht.

Eine große Stadt versank in gelbem Rauch,
Warf sich lautlos in des Abgrunds Bauch.
Aber riesig über glühnden Trümmern steht
Der in wilde Himmel dreimal seine Fackel dreht,

Über sturmzerfetzter Wolken Widerschein,
In des toten Dunkels kalten Wüstenein,
Daß er mit dem Brande weit die Nacht verdorr,
Pech und Feuer träufet unten auf Gomorrh.

Was für ein Gedicht. Georg Heym schrieb es 1911, drei Jahre vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs. Ein rußgeschwärzter Riese, der wie eine unaussprechliche Monstrosität aus dem Dunkel erscheint, den Mond in seiner unbarmherzigen Hand zerdrückt und damit das Signal gibt für den Beginn des Weltenbrands. Der wie ein Köhlerknecht mit seinem Stab die alles verschlingenden Feuer anfacht, wieder und wieder. Das Grauen, in Worte gefasst. „Aufgestanden ist er, welcher lange schlief“ weiterlesen

In der Entfremdungszone

Mechtild Borrmann: Die andere Hälfte der Hoffnung

Ein idyllischer Anblick: Ein kleines Holzhäuschen, inmitten von Birkenwäldern. Ein Garten, umgeben von einem baufälligen, an vielen Stellen geflickten Zaun. Ein Garten, der Gemüse und Obst liefert, Kartoffeln, Kohl, Gurken, Äpfel, Rote Beete und vieles mehr. So lebt Walentyna, eine ältere Frau, die sich in diese Oase der Ruhe zurückgezogen hat. Aber die Idylle täuscht. Und wie sie täuscht, denn das Häuschen steht mitten in der Entfremdungszone, wie die Ukrainer das Sperrgebiet rund um das ehemalige Kernkraftwerk Tschernobyl nennen. In dieser verlassenen Gegend, immer noch hoch radioaktiv, inmitten zerfallener Städte, ausgeplünderter und von der Natur überwucherter Dörfer leben heute tatsächlich Menschen. Diejenigen, die nichts mehr zu verlieren haben. Walentyna gehört zu ihnen, denn sie hat bereits alles verloren. Mechtild Borrmann erzählt in »Die andere Hälfte der Hoffnung« ihre Geschichte. „In der Entfremdungszone“ weiterlesen