72 Stunden im Literaturrausch

Zürich liest 2016: 72 Stunden im Literaturrausch

Zürich liest“ ist das größte Lesefestival der Schweiz, das dieses Jahr vom 27. bis zum 30. Oktober stattgefunden hat. Der Kaffeehaussitzer war einer von fünf Literaturblogs, die als offizielle Kooperationspartner das Lesefest begleitet haben – auf ihren Blogs, auf Facebook und unter dem Hashtag #Zl16 auf Twitter und Instagram. So hatte ich das große Vergnügen, zusammen mit Sarah Reul (Pinkfisch), Friederike Kipar (Die Buchbloggerin), Linus Giese (Buzzaldrins Bücher) und Janine Rumrich (Kapri-ziös) mehrere Tage lang durch Zürich zu streifen, an vielen Lesungen und anderen Veranstaltungen teilzunehmen und 72 Stunden lang mich intensiv mit Literatur in all ihren Facetten zu beschäftigen. Denn soviel sei vorweg gesagt: Das Programm war großartig zusammengestellt. Und da wir häufig bei unterschiedlichen Lesungen oder anderen Veranstaltungen unterwegs waren, decken unsere Festivalberichte ein breites Spektrum von „Zürich liest 2016“ ab. „72 Stunden im Literaturrausch“ weiterlesen

Druckerschwärze und Digitalverlage

Leipzig: Museum fuer Druckkunst

Vier Jahre lang, von 1997 bis 2001, habe ich in Leipzig gelebt. Und obwohl diese Zeit inszwischen schon eine ganze Weile her ist, obwohl sich die Stadt seitdem sehr verändert hat, fühlt es sich auch heute jedes Mal wie Heimkommen an, wenn ich im riesigen Leipziger Hauptbahnhof aus dem Zug steige. Wie immer im März voller Vorfreude auf die trubeligen Tage der Buchmesse. „Manchmal gibt es so Orte, an denen alles irgendwie zusammenläuft. Für mich gehört Leipzig definitiv dazu. Immer wieder.“ Das hatte ich vor einem Jahr in einem Buchmessebericht geschrieben, und auch dieses Jahr verknüpften sich die Eindrücke zu einem inspirierenden und bereichernden Erlebnis.

Das wird jetzt aber trotzdem kein Messerückblick, denn da gibt es bereits die lesenswerten Texte auf lustauflesen.de, glasperlenspiel13 oder buchrevier. Bei vielen der von meinen geschätzten Bloggerkollegen geschilderten Begebenheiten war ich mit dabei, so dass ich sie hier nicht ein weiteres Mal beschreiben, sondern stattdessen über eine Art Zeitreise berichten möchte, die ich am Messesamstag erlebt habe. Und die meine Wahrnehmung ein großes Stück verändert hat. „Druckerschwärze und Digitalverlage“ weiterlesen

Nachbuchmesseblues

Leipziger Buchmesse

Seit 1998 war ich jedes Jahr – mit nur einer Ausnahme – auf der Leipziger Buchmesse. Mal während des Studiums als Standbetreuer, mal beruflich, mal privat, aber immer sind die paar Tage im März ein Highlight im Jahresablauf. So gepackt voll mit persönlichen Begegnungen waren sie aber selten und ich führte eine Menge interessanter und anregender Gespräche; so viele, dass man sich an das Ankommen im Alltag erst wieder gewöhnen muss. Ein richtiger Nachmesseblues eben.

Seit Kaffeehaussitzer im Juni 2013 online gegangen ist, bin ich im regen Austausch mit anderen Literaturbloggern. Es ist ein sehr angenehmes Netzwerk Gleichgesinnter, dass da entstanden ist, die Kommunikation findet über Twitter, Facebook und unsere Blogs statt. Nur gesehen hatte ich von all diesen Menschen im realen Leben noch nie jemanden. Nun, dies hat sich jetzt geändert. Und wie. „Nachbuchmesseblues“ weiterlesen

Schöne neue, paranoide Welt

Schöne neue, paranoide Welt

Wie so viele Expeditionen in unbekannte Gefilde zuvor beginnt auch diese in einer Buchhandlung. Und mit einem 140-Zeichen-Tweet auf Twitter. Es ist eine Expedition in die Welt der Datensammlung, des Datendiebstahls, der Datenmanipulation und der lückenlosen Überwachung. Eine Welt der Algorithmen und der künstlichen Intelligenz. Und eine Reise in eine Zukunft, die sich schon erkennbar am Horizont unserer Wahrnehmung abzuzeichnen beginnt. „Schöne neue, paranoide Welt“ weiterlesen