Geld? Spielt eine Rolle

Max Frisch: Tagebuch 1946 - 1949

Vor Kurzem war es wieder einmal soweit: Ich habe mein Bücherregal durchforstet, um wieder Platz zu schaffen. Neben den zahlreichen ungelesenen Büchern befinden sich nun darin nur solche, die mir so gut gefallen haben, dass ich mir vorstellen könnte, sie eines Tages noch einmal zu lesen. Oder solche, mit denen Erinnerungen verknüpft sind, Bücher, die meine Begleiter und Freunde in einer wichtigen Phase meines Lebens waren. Zu Letztgenannten gehört auch Max Frisch, „Tagebuch 1946 – 1949“. Als es mir jetzt wieder in die Hände fiel, las ich die Stellen noch einmal, die ich bei der Lektüre markiert hatte und war plötzlich wieder im Freiburg des Jahres 1991. „Geld? Spielt eine Rolle“ weiterlesen

In die Falle gegangen? Ein Textbaustein*, mitwachsend

Franz Kafka: Kleine Fabel

„Ach“, sagte die Maus, „die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so  breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.“ – „Du musst nur die Laufrichtung ändern“, sagte die Katze und fraß sie.

Schon wieder Kafka. Das ist kein Wunder, begleiten mich seine Texte schon seit vielen Jahren. Auch wenn ich seit meiner Kafka-extrem-Woche in Prag nichts mehr von ihm gelesen habe, an diesen Text hier, die „Kleine Fabel“, muss ich oft denken. „In die Falle gegangen? Ein Textbaustein*, mitwachsend“ weiterlesen

Positiv denken mit Franz Kafka*

Franz Kafka: Saemtliche Erzaehlungen

Es gibt Momente im Leben, die sind von solch unglaublich kristallener Klarheit, als wäre gerade ein Vorhang weggezogen worden, der die Gedanken blockiert hatte. Solche Schlüsselmomente sind selten, daher bleiben sie meist sehr lange in Erinnerung. Als ich im Frühjahr 1991 lesend im Kaffeehaus  saß, habe ich einen solchen erlebt. „Positiv denken mit Franz Kafka*“ weiterlesen