Ein Buch für unsere Zeit

Seit über sieben Jahrzehnten herrscht in Europa weitgehend Frieden. Allen Auswüchsen des Kalten Krieges, den Balkankonflikten der Neunziger oder den ehemals bürgerkriegsähnlichen Zuständen Nordirlands zum Trotz: Dass sich Europas Länder gegenseitig zerfleischt und den Kontinent an den Rand des vollkommenen … Weiterlesen

Wenn der Krieg kommt

Sandheim ist ein verschlafenes Dorf in der badischen Provinz, fernab von der großen, weiten Welt. Doch im Frühjahr 1945 rollt plötzlich der Krieg darüber hinweg und verändert alles. Jochen Metzger beschreibt in seinem dokumentatorischen Roman „Und doch ist es Heimat“ … Weiterlesen

Am Leben bleiben

Frühmorgens sieht Jack Butler am Ufer der Loire die Morgendämmerung heraufziehen. Langsam taucht die andere, die südliche Seite des Flusses im Dunst auf; Baumgruppen, Büsche, dahinter Felder und einzelne kleine Häuschen schälen sich nach und nach aus dem Morgennebel. Es … Weiterlesen

Jahr-Bücher

In letzter Zeit tauchen sie vermehrt auf, die Bücher, die lediglich eine Jahreszahl als Titel tragen. Mit welchem hat es angefangen? Bewusst wahrgenommen habe ich es zum ersten Mal bei „1913“ von Florian Illies. Seitdem hat es etliche weitere Jahre gegeben, … Weiterlesen

Ein schemenhafter Gruß

Gemeinhin bezeichnen wir das Mittelalter als „finster“, zum einen, weil das Leben damals oft hart, kurz und entbehrungsreich war. Zum anderen aber auch, weil wir nicht viel darüber wissen. Aus alten Handschriften, Büchern, Aufzeichnungen oder durch die Arbeit der Archäologen … Weiterlesen

Weg.Gegangen

Das Buch „An den Rändern der Welt“ von Olivier Adam habe ich vor über fünf Monaten gelesen und es hat mich seit Jahren kein Roman so berührt und getroffen wie dieser. Seither überlege ich, wie ich diese Begeisterung in Worte fassen kann. … Weiterlesen

Die Blinde und der Gehorsame

Wenn auf dem Umschlag eines Buches ein Schwarzweiß-Photo abgebildet ist, werde ich immer aufmerksam; in meinem Fall haben die Marketingmenschen der Verlage damit alles richtig gemacht. So ging es mir auch bei „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony … Weiterlesen

Schelm ohne Gesicht

Mit drei unterschiedlichen Charakteren haben wir es in dem Buch „Wir sehen uns dort oben“ von Pierre Lemaitre zu tun. Da ist einmal der skrupellose Schurke, der bereit ist, für seinen Erfolg über Leichen zu gehen, dann der naive Tor, unbeholfen, … Weiterlesen

West. Ost. Konflikt

Den Ersten Weltkrieg assoziiert man gemeinhin mit Bildern von völlig verwüsteten Landschaften, durchzogen von Gräben, durchlöchert von Granateinschlägen. Dies ist aber nur eine Facette. Wie viele andere es gab, wird mir immer klarer, denn die hundertjährige Wiederkehr des Kriegsausbruchs nehme … Weiterlesen

Le jour de gloire?

Das Buch „14“ von Jean Echenoz beginnt an einem schönen Augustnachmittag in Frankreich, in der Vendée. Gemeinsam mit Anthime, einer der Hauptpersonen der Geschichte, stehen wir auf einem Hügel und erleben, wie gleichzeitig in allen Dörfen ringsum die Kirchturmglocken zu läuten beginnen. … Weiterlesen

In den Krieg gezogen

1914. Zwei Männer ziehen in den Krieg. Der eine ist Deutscher, der andere Franzose. Beide sind jung und begeistert von dem großen Abenteuer, das auf sie wartet. Beide tragen den gleichen Vornamen, Ludwig und Louis. Und noch etwas haben sie … Weiterlesen

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