Aus dem Literaturhaus

Das Kölner Literaturhaus ist ein wunderbarer Treffpunkt für Buchmenschen. Der Kaffeehaussitzer ist ein in Köln beheimateter Literaturblog. Da bietet es sich geradezu an, über die Veranstaltungen und Aktivitäten des Literaturhauses zu berichten. Und genau das geschieht hier: Auf dieser Seite findet sich ein Überblick über alle Beiträge, die in unregelmäßigen Abständen unter der Rubrik „Aus dem Literaturhaus“ veröffentlicht werden.

Nickolas Butler: Die Herzen der Männer

Nickolas Butlers Roman „Die Herzen der Männer“ ist ein großartig trauriger, einfühlsamer Roman, der viele Gedanken anstößt. Es geht um die Lebensgeschichten zweier Freunde, um die Abwesenheit von Vätern, um Vater-Sohn-Beziehungen, angelernte Verhaltensweisen, um das Scheitern emotionaler Bindungen und um eine Vorstellung von Männlichkeit, die geprägt ist von Gewalt, Rohheit und Brutalität. Aber auch um die Frage, wie wir aus alldem herauskommen können; wie jede Generation ein Stückchen weiter die alten Verhaltensmuster aufbrechen kann.

 

Hari Kunzru: White Tears

Der Roman „White Tears“ von Hari Kunzru ist für mich eines der bemerkenswertesten, spannendsten und vielschichtigsten Bücher des Jahres. Im September hatte ich außerdem das große Vergnügen, den charismatischen Autor im Kölner Literaturhaus live zu erleben. Es war ein gelungener Abend und seine Erläuterungen haben noch einmal die zentralen Aussagen der Erzählung unterstrichen.

 

Ilija Trojanow: Nach der Flucht

Es war ein beeindruckender Abend, als Ilija Trojanow sein Buch „Nach der Flucht“ im Kölner Literaturhaus vorstellte. Selten habe ich erlebt, wie jemand in kurzer Zeit so viele brillante Gedanken perfekt auf den Punkt bringen kann. Gedanken, in einfachen Sätzen formuliert, dabei aber von solch einer intellektuellen Tiefe, dass der Abend wie das Buch sich nachhaltig im Gedächtnis verankern werden – denn das Nachdenken über die Folgen der Flucht für einen Geflüchteten ist ein Thema so alt wie die Menscheit. Und immer aktuell, besonders heute.

 

Arne Jysch & Volker Kutscher: Der nasse Fisch

Arne Jysch & Volker Kutscher: Der nasse Fisch

Ein Werkstattbericht: Wie wird aus einem Kriminalroman eine Graphic Novel? „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher ist 2007 erschienen und war der Auftakt der Buchreihe rund um den Ermittler Gereon Rath. Zehn Jahre später liegt die spannende Geschichte in gezeichneter Form vor. Arne Jysch hat sie gestaltet. Gezeichnet. Konstruiert. Was ist das richtige Wort? Komponiert würde passen, denn es geht nicht um eine Eins-zu-eins-Adaption, sondern um ein eigenständiges Werk mit einer eigenen Dramaturgie. Es war ein spannender Abend, bei dem die Zuhörer einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise eines Graphic-Novel-Künstlers bekommen haben.

 

Das Haus für die Literatur: Ein Blick hinter die Kulissen

Das Kölner Literaturhaus ist einer der wichtigsten Orte für Literaturbegeisterte und Buchmenschen in der Domstadt. Ein guter Grund, einmal hinter die Kulissen zu schauen. Deshalb habe ich dort außerhalb der Veranstaltungszeit vorbeigeschaut und mich mit Bettina Fischer und Tilman Strasser unterhalten. Bettina Fischer ist Leiterin des Literaturhauses Köln, Tilman Strasser ist Ansprechpartner für Kommunikation und Online-Aktivitäten; aus unserem Gespräch ist ein Beitrag entstanden, der zeigt, mit wie viel Leidenschaft an diesem Ort mit und für Literatur gearbeitet wird.

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